|
|
![]() |
Software-Nachrichten im AECWEB Themen: AEC/CAD, AVA, FM, Ing.Bau, TGA, GIS/Geoinformatik |
|
|
|
Architekturinformatik hilft, Umnutzung von Gebäuden zu optimieren(17.6.2007)
"Das ist doch reine Energieverschwendung!", dachte sich Lömker. In seiner Dissertation untersuchte er "Plausibilität im Planungsprozess". Können bestimmte architektonische Probleme mathematisch abgebildet werden? Kann ein Computer dem Architekten bei der Neuplanung eines alten Gebäudes helfen? Findet der Rechner Lösungen, die kosteneffizienter zu verwirklichen sind? Auf Tagungen in Taiwan, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder den USA erntete der Architekt schon mal Kopfschütteln: Alte Ziegelbauten erhalten? Wozu denn, wenn man heute höher, schneller und billiger neu bauen kann? Von den gewichtigen ökologischen Argumenten lassen sich jedoch mehr und mehr auch die Architekten überzeugen, die ihren Auftraggebern bisher zu einem modernen Neubau geraten haben. Die solide, massive Bauweise vor 1949 bietet den Mietern nämlich Vorteile, die kaum ein heutiger Bau aufweisen kann: im Winter bleiben die Räume warm, im Sommer kühl. Mit neuen Vorschlägen zur Umnutzung verschiedener Bestandsgebäude hat Lömkers Arbeitsgruppe gezeigt, dass mit den entwickelten Klassifikations- und Optimierungsalgorithmen bereits konkrete Anfragen beantworten werden können. In seinem mathematischen Modell sind Räume als Knotenpunkte, Wege als Kanten in Matrizenform repräsentiert. Die Feinheit der Raumbeziehungen untereinander ist einstellbar. Mehrere Zielfunktionen können definiert werden: so sollen etwa bestimmte Räume eng beieinander liegen, die Nutzfläche maximiert und der Quadratmeterpreis unter einem bestimmten Wert gehalten werden. Da die an der Fakultät vorhandenen Rechenkapazitäten bei solchen Operationen an Grenzen stoßen, wollen die Architekten demnächst auch den neuen Hochleistungsrechner der TU nutzen. Zwei Jahre Arbeit mit drei Mitarbeitern bräuchte es noch, dann wäre das Planungs- und Optimierungswerkzeug anwenderfreundlich einsetzbar. Das Interesse der Immobilieneigentümer ist jedoch schon jetzt geweckt. Schließlich ließe sich mit Lömkers Idee der allerorten beklagte Leerstand in vorhandenen Gebäuden deutlich vermindern. siehe auch:
ausgewählte weitere Meldungen:
siehe zudem:
zurück ...
|
||||||||