Erstes Service Pack für Windows XP verfügbar
(5.9.2002) Das Service Pack 1 (SP1) für Windows XP ist ab 10. September
2002 in Deutsch verfügbar. Wie frühere Service Packs für andere Produkte
soll das Windows XP SP1 eine Vielzahl der Updates und
Bug-Fixes umfassen, die Microsoft bislang für das Betriebssystem
veröffentlicht hat. Darüber hinaus setzt Microsoft mit dem SP1 zentrale
Punkte der im Kartellverfahren in den USA getroffenen Vergleichsvereinbarung
um: Das Service Pack bietet
OEM-Herstellern und Anwendern zusätzliche Optionen zur Konfiguration
von Windows XP. Das SP1 will die Sicherheit, Kompatibilität und
Zuverlässigkeit von Windows XP steigern: Es enthält deshalb nicht nur eine
Vielzahl der über Windows Update veröffentlichten Security-Fixes, sondern
auch Aktualisierungen, die Microsoft im Zuge seiner
Trustworthy-Computing-Initiative für das Betriebssystem entwickelt hat. Im
Bereich Kompatibilität zählt vor allem die Unterstützung neuer Software- und
Hardware-Technologien zu den wichtigsten Neuerungen des SP1. Das SP1
gewährleistet die Kompatibilität von Windows XP mit Tablet-PC-Geräten, sowie
mit Windows Powered Smart Displays und der Windows XP Media Center Edition.
Mit der Veröffentlichung des SP1 können OEM-Hersteller diese Technologien
nutzen, um innovative Lösungen auf Basis von Windows XP auf den Markt zu
bringen. Das Service Pack gewährleistet laut Microsoft ferner die
Interoperabilität von Windows XP mit einer Vielzahl neu veröffentlichter
Programme, Treiber und Standards wie
USB
2.0. Mit Updates, die entweder von Benutzern oder bei internen Tests von
Microsoft erkannte Probleme beheben, soll das Service Pack dafür sorgen,
dass Windows XP besser und zuverlässiger arbeitet. "Wir legen größten Wert
darauf, die Zuverlässigkeit und Sicherheit von Windows für unsere Kunden
kontinuierlich zu verbessern“, sagt Michael Hartmann, Direktor Marketing der
Microsoft GmbH in Unterschleißheim. "Das Windows XP SP1 ist das jüngste
Ergebnis dieses Engagements. Das SP1 zeigt – gemeinsam mit Services wie dem
Windows Update –, wie wir unsere Kunden dabei unterstützen, ihre PCs auch im
Bereich neuer Sicherheitstechnologien stets auf dem aktuellen Stand zu
halten.” Optionale Software-Komponenten Das SP1 umfasst
die neue Version der Instant-Messaging-Anwendung Windows Messenger 4.7, die
ebenfalls im Bereich Sicherheit deutlich erweitert und optimiert wurde.
Entsprechend der Vergleichsvereinbarung im amerikanischen Kartellverfahren
können Benutzer den neuen Messenger bei der Installation des SP1
deaktivieren. Als weitere Komponenten sind die – bei der Installation
ebenfalls deaktivierbare – Programmier- und Laufzeitumgebung .NET Framework
sowie ein eigenes Service Pack für den Internet Explorer 6.0 in das Windows
XP SP1 integriert. Individuelle Konfiguration durch OEMs
und Anwender Gemäß Abschnitt III.H der Vergleichsvereinbarung bietet
Microsoft OEM-Herstellern und Anwendern die Möglichkeit, den Zugang zu
Anwendungen unter Windows in größerem Umfang als bisher selbst zu
konfigurieren. Symbole, Shortcuts und Menüeinträge für die in der
außergerichtlichen Einigung unter dem Begriff "Microsoft Middleware Products“
zusammengefassten Anwendungen (Internet Explorer, Windows Media Player,
Windows Messenger, Outlook Express und Microsoft
Java Virtual Machine) können nun individuell angezeigt oder entfernt
werden. Darüber hinaus können die Hersteller und Benutzer Programme anderer
Anbieter als Standardanwendungen definieren. Beide Optionen – die
Aktivierung bzw. Deaktivierung von Microsoft
Middleware sowie die Definition von Standardanwendungen – werden
durch den neuen Eintrag "Programmzugriff und -standards“ ("Set Program
Access and Defaults“) ermöglicht, der durch die Installation des SP1 in das
Startmenü von Windows XP eingefügt wird. Der Eintrag führt die Benutzer über
die "Systemsteuerung“ zum Bereich "Software“, wo nun die Option
"Programmzugriffe und Standards festlegen“ mit der entsprechenden
Funktionalität zur Auswahl steht. Erkennung von illegalen
Produkt-Keys Nur Anwender mit einer rechtmäßig erworbenen Windows XP
Lizenz können die Vorteile des SP1 nutzen. Das Service Pack erkennt, ob für
die Installation einer Windows XP Version ein illegal im Internet oder unter
Raubkopierern zirkulierender Produkt-Key verwendet wurde. Falls ein solcher
zu Grunde liegt, lässt sich das SP1 nicht installieren. Eine
Bildschirmmeldung weist in diesem Fall darauf hin, dass der für die Windows
Installation verwendete Produkt-Key ungültig ist. Die deutsche Fassung des
kostenlosen SP1 steht unter folgender URL zum genannten Termin im Internet
zum Download bereit:
Unter der gleichen Adresse finden sich dann auch Hinweise zur
CD-ROM-Version, die Microsoft vertriebskostenfrei anbietet. |