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EDV allgemein 02/99
Windows 2000, Windows2000, W2K, E-Mail-Viren, Worm.Explore.Zip, Hoaxes, Melissa-Virus, CIH-Virus, Supercomputer, ELSA, GLoria-XXL, 3D-Shutter-Brille, Grafikanwender, räumliche 3D-Ansichten, Architektur, Konstruktion, Design, Aggressionen, Vandalismus

 

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Software wird immer mehr zur Dienstleistung
GIGA-Studie: Windows 2000 lohnt sich
Intel entdeckt Fehler in neuen Pentium-III-Chips
Windows 2000 soll am 17. Februar kommen
Game over bei CalComp
Y2K-Computertest mit Folgen
neuer E-Mail-Virus: "Worm.Explore.Zip"
Die schnellsten Supercomputer
Realistisches 3D-Erlebnis für professionelle CAD-Anwender
Aggression gegen PCs nimmt zu

 

 

 

weitere Infos:

Applikations-Service-Provider (ASP) im Glossar

 

 
Software wird immer mehr zur Dienstleistung

Der Wandlung von Software von einer traditionell ausgelieferten Ware zu einer internetbasierten Dienstleistung wird im Jahr 2000 wahrscheinlich signifikante Fortschritte machen. Unternehmen nutzen das Internet bereits für die interne Kommunikation und für Transaktionen mit den Kunden, permanent geöffnete Internetzugänge werden auch in Privathäusern immer selbstverständlicher. In Zukunft werden Softwarefirmen ihre Produkte als Dienstleistung verkaufen, ganz so wie Telefon- oder Stromanbieter. Der Schritt zu internetbasierten Computern vollzieht sich viel schneller als der letzte große Sprung in der Entwicklung der Computer - die breite Einführung der Client/Srver-Architektur Anfang der 90er Jahr. Zukünftig wird der Client eher ein Webbrowser sein als ein rechenstarker PC. Die Verlagerung der Arbeit mit dem Computer in das Internet bedroht Microsofts Dominanz, die sich auf dem PC-Modell gründet. Experten sagen, jede Entscheidung im MS-Kartellverfahren könnte irrelevant sein, weil die schnellen Veränderungen durch das Internet Microsofts Position am Markt sowieso schwächen. (Meldung der New York Times, 20.12.1999)

 

weitere Infos:

Giga Information Group
"Windows" im Glossar

 

 

GIGA-Studie: Windows 2000 lohnt sich

Der Umstieg auf Windows 2000 wird sich für viele Unternehmen lohnen. Zu dieser Schlußfolgerung gelangt die Marktforschungs- und Beratungsgesellschaft Giga Information Group aus Cambridge, Massachusetts, in ihrer Untersuchung Ende 1999 "Windows 2000 Benefits are Key to Upgrade Decision".

Die Einführung von Windows 2000 wird die Wirtschaft nach Berechnungen von Giga rund 1.400 Mark pro Arbeitsplatz kosten. In den meisten Unternehmen wird sich nach Ansicht des Giga-Analysten Rob Enderle die Einführung in weniger als einem Jahr lohnen - und durch

  • erhöhte Produktivität,
  • mehr Softwarestabilität und
  • niedrigere Wartungsaufwendungen.

Grundlage für die Behauptung ist eine so genannte "Total Economic Impact Analyse", die über die bloße Anschaffung hinaus alle Kosten- und Nutzenaspekte in Betracht ziehen soll. Dabei ist bereits berücksichtigt, dass die meisten Firmen auf neue Rechner mit mehr Leistung umsteigen müssen, um die schätzungsweise 30 Millionen Programmzeilen von Windows 2000 zum Laufen zu bringen.

Allerdings rät Giga den Firmen nicht zum schnellen Umstieg. Die Unternehmen sollten "auf jeden Fall" warten, bis der Windows-2000-Servercode stabil ist.

 

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INTEL

 

 

Intel entdeckt Fehler in neuen Pentium-III-Chips

Der Prozessorhersteller INTEL hat einen Fehler in einem kleinen Prozentsatz seiner Pentium-III-Chips entdeckt. Wie ein Sprecher von INTEL Deutschland Anfang Dezember 1999 in Feldkirchen bei München auf Anfrage bestätigte, kann der Fehler dazu führen, dass ein Computer nach dem Einschalten nicht hochfährt. Nach nochmaligen Aus- und Einschalten sollen betroffene PCs aber normal laufen.

Laut INTEL sei der Fehler bis zum Dezember nur in den INTEL-Labors aufgetreten. Betroffen sei höchstens ein Prozent der vor der Entdeckung des Fehlers ausgelieferten Chips. Die genaue Zahl wollte INTEL nicht nennen.

 

weitere Infos:

Microsoft, Glossar

 

 

Windows 2000 soll am 17. Februar kommen

Die nächste Betriebssystem-Generation von Microsoft, Windows 2000, soll nach Angaben aus Unternehmenskreisen ab dem 17. Februar 2000 in den USA verkauft werden - so der Stand Ende Oktober 1999. Eine deutsche Version werde vier bis sechs Wochen später erscheinen, sagte ziemlich zeitgleich ein Sprecherin von Microsoft Deutschland in München.

Das System, das aus schätzungsweise 30 Millionen Programmzeilen besteht, gilt als das größte kommerzielle Softwareprojekt der Welt. Weil es so komplex ist, wurde die Auslieferung von Microsoft (Redmond/US-Bundesstaat Washington) immer wieder verschoben.

Laut Bill Gates wird Windows 2000 mittel- bis langfristig die Grundlage für alle künftigen Betriebssysteme aus dem Hause Microsoft bilden. Vorläufig löst Windows 2000 aber nur das "alte" Windows NT 4.0 ab und richtet sich vor allem an kommerzielle Computer-Anwender. Das Microsoft-System "Windows 98" für private Anwendungen wird zunächst nicht auf die neue Windows 2000-Technologie umgestellt, sondern unter dem Markennamen "Windows Millennium" auf der Basis des alten Betriebssystems DOS fortgeschrieben.

Microsoft versucht mit WINDOWS 2000 auch verstärkt in den Markt der großen Server-Computer einzudringen, der vor dem Hintergrund der Allgegenwart des Internets dramatisch wächst. Dieses Segment wird bislang von Unix / Linux dominiert.

 

weitere Infos:

CalComp,
WDV GmbH,
Calgraph

 

 

Game over bei CalComp

Wie die amerikanische Webseite des Plotter- und Digitizer-Herstellers CalComp aussagt, haben Calcomp Technology Inc. und die Tochtergesellschaften, zu denen auch Summagraphics gehört, ihr Geschäft eingestellt. Die sehr spatanische Webseite verweist dann noch auf Firmen, die den technischen Service übernommen haben - für Deutschland und Österreich wird die WDV GmbH genannt; hier gibt es auch eine Seite mit Software und Treibern für CalComp-Plotter. Der weltweite Lieferant von Teilen ist Calgraph.

 

weitere Infos zum Jahrtausend- Wechsel:

Magazin,
Y2K im Glossar
 

 

 

Y2K-Computertest mit Folgen:
Straßen mit Abwässern überschwemmt

Laut einer dpa-Nachricht hat eine Wasseraufbereitungsanlage in der Nähe von Los Angeles einen öffentlichen Park und mehrere Straßen mit Abwässern überschwemmt. Als Grund wurde ein Computerfehler angegeben, der beim Testen des Jahrtausendwechsels auftrat: Während des Tests hatte der Computer ein Tor zum Abwasserkanal geschlossen, ohne darüber Mitteilung zu geben.

 

weitere Infos:

SPIEGEL.de

 

neuer E-Mail-Virus: "Worm.Explore.Zip"

Was zuerst noch wie ein Hoax aussah, entpuppte sich inzwischen als ernstzunehmender Virus:

  • "Worm.Explore.Zip" vereint die Vermehrungsgeschwindigkeit von Melissa, der vor rund drei Monaten Computernutzer in aller Welt heimsuchte,
  • mit der Zerstörungswut des CIH-Virus.
  • Der Virus verbreitet sich über E-Mail-Programme von Microsoft wie Exchange und Outlook. Auf Empfänger-Seite kann man sich mit jedem beliebigen E-Mail-Programm infizieren.

Der neuartige Computervirus hat Computersysteme internationaler Konzerne wie Boeing, General Electric und Compaq lahmgelegt. Auch der weltweit führende Softwarekonzern Microsoft wurde Opfer der Attacke: "Unsere Mail-Server in unserer Zentrale in Redmond waren stundenlang abgeschaltet. Wir konnten keine E-Mails von außen empfangen oder ins Internet senden", sagte ein Microsoft- Sprecher in München am 11.6. der dpa.

Der Virus war am 7.6  zuerst in Israel aufgetaucht und hatte sich sehr zügig bis in die USA und Australien ausgebreitet.

Worm.Explore.Zip verbreitet sich - wie gesagt - über E-Mails

  • mit der folgenden Nachricht:
    "Hi (Name des Empfängers)! I received your email and I shall send you a reply ASAP. Till then, take a look at the attached zipped docs.Bye."
     
  • und einer ZIP-Datei als Attachment mit dem eigentlichen Virus:
    Wird die Virus-Datei ausgeführt, kopiert sich das Programm in das Windows-System-Verzeichnis und verändert die WIN.INI-Datei so, daß der Virus bei jedem Systemstart aktiviert wird.
    Dadurch antwortet der Virus eigenmächtig auf alle eingehenden E-Mails mit einer infizierten Nachricht.

Die wirkliche Gefahr der aggressiven Software besteht aber darin, daß sie auf allen Laufwerken (C bis Z) sämtliche .doc, .c, .cpp, .h, .asm, .xls und .ppt löscht, indem der Virus die Dateilänge auf Null setzt. Betroffen sind also u.a. Dokumente, die mit folgenden Programmen erstellt wurden: Word, Excel und PowerPoint (alle von Microsoft) sowie Quellcode für die Programmiersprachen Assembler und C++.

Und so können Sie laut einer Empfehlung des Virenspezialist Symantec den Virus von Ihrem System entfernen:

  1. Löschen Sie in dem Verzeichnis C:\Windows\System\ die Datei EXPLORE.EXE
  2. Löschen Sie mit einem Editor in der Datei WIN.INI den Eintrag "RUN=C:\WINDOWS\SYSTEM\EXPLORE.EXE"

Damit ist das System desinfiziert. Jetzt muß noch die gelöschte Datei EXPLORE.EXE von einem "gesunden" System bzw. einem Backup auf das "geheilte" System kopiert werden

Auch die Hersteller von Virus-Scannern bzw. Anti-Viren-Software haben bereits reagiert:

 

Kontakt:

Konferenz,
UNI MA, Top-500

 

 

Die schnellsten Supercomputer

Pünktlich zur diesjährigen Konferenz "Supercomputer" an der UNI Mannheim wurde die neusten Top-500-Liste der Megarechner veröffentlicht.

ÜBRIGENS: Die ersten drei Plätze werden belegt von

  1. den USA mit 293 der 500 gesetzten Boliden,
  2. gefolgt von Japan mit 65 Rechnern und
  3. Deutschland mit 47 Mainframes.

Der leistungsfähigste Superrechner kommt aus dem Hause INTEL: Der ASCI Red wird zur Simulation von Atombombenexplosionen eingesetzt und verfügt über 9.472 Einzel-Prozessoren ein. Er steht in den Sandia National Labs in Albuquerque, New Mexico. Die INTEL-Positionierung muß ein Unternehmen besonders ärgern: SGI besetzt sieben der ersten zehn Plätze, aber eben nicht die Nummer eins. Schnellster SGI-Rechner: Der "Blue Mountain" im Los Alamos National Laboratory.

Der schnellste deutsche Rechner steht in Garching bei München und wird vom Deutschen Wetterdienst (DWD) betrieben. Auf der 500er-Liste nimmt der Cray T3E1200 mit 512 Prozessoren von SGI Platz 15 ein.

 

Kontakt:

ELSA AG,
ELSA Gloria XXL

 

 

Realistisches 3D-Erlebnis für professionelle CAD-Anwender

ELSA GLoria-XXL ab sofort mit ELSA-3D-Shutter-Brille im Lieferumfang

Mitte Mai erweiterte ELSA den Lieferumfang der High-End-Grafikkarte ELSA GLoria-XXL um eine ELSA-eigene 3D-Shutter-Brille. Mit dieser Komplettlösung eröffnet ELSA dem High-End-Grafikanwender besonders realitätsnahe, räumliche 3D-Ansichten.

Bei professioneller Software in den Bereichen Architektur, Konstruktion und Design spielt die 3D-Funktionalität eine immer größere Rolle. Einsatzbereiche sind Design-Optimierungen von Modellen, Qualitätskontrollen und Fehleranalysen bereits in der Planungs- und Konstruktionsphase, beeindruckende Präsentationen und virtuelle Objektbegehungen. Anwendungsprogramme wie SolidWorks, Nemetschek, VirtualGIS, IDEAS Masters Series 6 sind einige Beispiele von Applikationen, die bereits die Möglichkeit der stereoskopischen Bilddarstellung bieten. Für AutoCAD und 3D Studio MAX/VIZ hat ELSA eigene Plug-Ins entwickelt, die Stereo-Darstellung erlauben.

Diesem Trend wird ELSA gerecht und bundelt ab Mitte Mai die bewährte GLoria-XXL-Grafikkartenlösung mit einer speziellen 3D-Shutter-Brille. Die Brille ist mit Infrarot-Empfänger versehen; der Sender wird direkt an die Grafikkarte angeschlossen. Die Shutter-Brille erlaubt dem Anwender somit viel Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit für die realistische Ansicht von 3D-Darstellungen.

Die Software liefert dem Augenabstand entsprechend versetzte "Stereo"-Bilder auf den Monitor. Durch die Shutter-Technologie der ELSA-Brille wird – nicht wahrnehmbar für den Träger – mit hoher Frequenz jeweils abwechselnd ein Auge abgedeckt, wodurch der räumliche Seheindruck entsteht.

Ein wichtiger praktischer Vorteil der kabellosen Brillen von ELSA ist die Möglichkeit des Simultaneinsatzes. Präsentationen und virtuelle Objektbegehungen können mit mehreren Teilnehmern gleichzeitig an einem Monitor durchgeführt werden. Im professionellen Arbeitsumfeld ergeben sich dadurch ganz neue Möglichkeiten.

ELSA liefert im Rahmen des ELSA Software Advantage eigene Stereo-Software zur GLoria-XXL mit: ELSAview 3D, der ab Version 2.0 Stereo-3D für AutoCAD, Mechanical Desktop , VRML- und Open-Inventor-Dateien bietet, sowie den einzigartigen 3D-Studio-MAX/VIZ-Treiber ELSA MAXtreme.

Johannes Friebe, Sales Development Manager bei Discreet: "Mit MAXtreme und der eigenentwickelten Stereobrille macht ELSA nun erstmals die Stereodarstellung auch beim Modeling möglich. Das speziell für 3D Studio MAX entwickelte MAXtreme macht das sonst ständig notwendige Drehen der Objekte während des Modeling zum Teil überflüssig. Der Vorteil für Designer und Konstrukteure: Fast beliebig komplexe Objekte können räumlich wahrgenommen werden, ohne daß die Bewegung die Perspektive verändert."

Die ELSA GLoria-XXL-Grafiklösung ist im Fachhandel erhältlich ab 15. Mai 1999 zum empfohlenen Verkaufspreis von 4.495,– DM. Die 3D-Shutter-Brille wird ab diesem Zeitpunkt ohne Aufpreis mitgeliefert.

 

Kontakt:

concord.com
fink-fuchs.de

 

 

Aggression gegen PCs nimmt zu:
Probleme mit dem PC können zu Vandalismus führen

badday.jpg (13028 Byte)
Szenenbild aus dem
legendären Badday-Video
(Download/Videostreaming)

Eine weltweite Studie von Concord Communications ergab: der Ärger über die Netz- und Computertechnik stellt ein wachsendes Phänomen dar. 83 Prozent der Netzwerk-Manager gaben an, daß beleidigendes und oft heftiges Verhalten von Computer-Nutzern in Anwender-Problemen begründet liegen.

Concord Communications, Anbieter von Netzwerk-Reporting und -Analyse-Software, hatte diese Untersuchung in die Wege geleitet, um zu erfahren, mit welchen Problemen Netzwerk-Manager täglich konfrontiert werden. Die Untersuchung ergab, daß Endanwender von Netzwerk-Profis mehr als nur die Verwaltung erwarten - sie müssen zudem noch geduldige Lehrer sein.

Zerstörungswut aus Frust und Streß:

  • Der Untersuchung zufolge ist die Tastatur der Gegenstand, der während eines Wutanfalls mit 19 Prozent am ehesten zerstört wird.
  • Auf Rang zwei (je 17 Prozent) stehen zerbrochene Computer-Mäuse und zerschmetterte Monitore,
  • Position drei nehmen zertretene Rechner (4 Prozent) ein.

"Ich hatte eine Anwenderin, die, weil ihr Cursor nicht funktionierte, gegen das Terminal schlug, damit er sich bewegen sollte", berichtet ein Netzwerk-Manager von einem amerikanischen Meinungsforschungsinstitut. Eine andere Anekdote schildert den Fall eines Users, der mit seiner Maus gegen das Monitorglas schlug, um den Mauszeiger zu animieren.

Der Bostoner Psychologe und auf Unternehmenskommunikation spezialisierte Wirtschaftsberater Dr. Will Calmas vergleicht diesen Ärger mit dem Streß von Autofahrern auf der Straße: "Wenn Menschen auf der Straße absolut feststecken und nichts mehr geht, steigern sie sich in hochgradige Frustration und abscheuliches Verhalten", sagt Calmas. "Wenn Leute unter einem hohen Druck seitens ihrer Vorgesetzen und Manager stehen, die ihnen knappe Fristen setzen, kann das zu Frustration und Verlust der Selbstbeherrschung führen. Anstatt ihre Frustration gegenüber den Vorgesetzten zu äußern, lassen sie ihre Aggressionen lieber an leblosen Objekten aus - wie eben an Monitoren, Tastaturen oder Computer-Mäusen."

Text von Fink & Fuchs Public Relations

 

 

 

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