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gesehen, gehört und für interessant befunden:
INTERNET (Bauportale, ASP, ...) 05/2001
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siehe auch GLOSSAR.de - z.B.:
Internet, E-Commerce

außerdem:
"Bauportale" und
"Plattformen" bei
BAULINKS.de

 

  

Übersicht:

B2B-Marktplätze im Umbruch: Von der Handelsplattform zum Dienstleister

"Dot-com´s sterben langsam" - siehe GLOSSAR.de

Stadt Osnabrück erhält Internet-Preis 2001 des Informationskreises für Raumplanung; siehe GIS-News 5/2001

E-Construction auf dem Bau - 100 Branchenvertreter diskutierten "Bauvisionen 2001"
Internetportale, Bauportale, Bauunternehmer, Baustoffhändler, MyBau.com, E-Business, Bauvisionen 2001, Congate AG, Prozesskosten, Bilfinger + Berger

  
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nähere Infos:

Berlecon Research

 

  
B2B-Marktplätze im Umbruch: Von der Handelsplattform zum Dienstleister

(30.5.2001) Laut einer aktuellen Untersuchung von Berlecon Research steigt die Zahl der B2B-Marktplätze deutlich langsamer als im Vorjahr. Der Rückgang der Neugründungen geht einher mit einer Umorientierung im Business-Modell: Zusätzliche Fulfillment- und Integrationsfunktionen gewinnen an Bedeutung. Potenzial sehen die Berliner Wirtschaftsforscher für Integrationsplattformen und vertikale Nischenmarktplätze.

Gingen im ersten Halbjahr 2000 noch durchschnittlich zwei Marktplätze pro Woche an den Start, sind jetzt erste Marktaustritte und Umorientierungen zu beobachten. "Build and they will come - das Motto des B2B- Marktplatzbooms im vergangenen Jahr - hat sich nicht bewährt. Die 183 aktiven deutschen Marktplätze stehen jetzt vor der großen Herausforderung, ein profitables Geschäftsmodell zu finden, Teilnehmer zu gewinnen und langfristig zu binden", so Berlecon-Geschäftsführer Dr. Thorsten Wichmann. Berlecon Research hat für die aktuelle Studie eine detaillierte Umfrage unter 98 deutschen Marktplatzbetreibern durchgeführt. Die Untersuchung zeigt, dass derzeit lediglich neun Prozent der Marktplätze profitabel arbeiten. "Die Marktplätze haben erkannt, dass allein das Zusammenführen von Handelspartnern keine schwarzen Zahlen bringt und erschließen jetzt zusätzliche Einnahmequellen. Die Provisionseinnahmen sind zwar noch immer der größte Posten, aber im Vergleich zum Vorjahr ist ihr Anteil von 56% auf 38% zurückgegangen. Das Angebot von Fulfillment-Diensten und Software- Lizensierung wird zum wesentlichen Erfolgsfaktor", erläutert die Senior Analystin Dorit Spiller. So führen zum Beispiel bereits 51 Prozent der Marktplätze Bonitätsprüfungen ihrer Teilnehmer durch; innerhalb der nächsten sechs Monate wollen 87 Prozent diesen Dienst anbieten.

Die Berliner Analysten sehen nach wie vor Wachstumspotenzial und rechnen bis zum Jahr 2004 mit 300 bis 400 Marktplätzen in Deutschland. Chancen sehen die Wirtschaftsforscher insbesondere für Integrationsplattformen, die Kosteneinsparungen durch effiziente Beschaffungsprozesse ermöglichen. Auch vertikale Nischenmarktplätze, die branchenspezifische Lösungen anbieten, haben weiterhin Potenzial.

Berlecon Research beobachtet und analysiert seit 1999 die Entwicklung der B2B-Marktplätze und hat bereits mehrere Marktstudien zum Thema veröffentlicht. Die aktuelle Studie "Vom Vermittler zum Dienstleister: B2B- Marktplätze in Deutschland 2001" ist ab sofort verfügbar. Weitere Informationen zur Studie sind unter www.berlecon.de/studien/b2b3/ erhältlich.

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nähere Infos:

baudialog, ROHRBACH ZEMENT

MYBAU AG, Congate

baulogis, Hochtief

 

 

E-Construction auf dem Bau
100 Branchenvertreter diskutierten "Bauvisionen 2001"

(3.5.2001) Zwei Jahre dauerte der Umbau des Kranzler-Ecks, und in der gesamten Zeit verursachte die Baustraße des 230-Millionen-Mark-Projekts keinen einzigen Stau auf dem Kurfürstendamm. Der Grund: ein über Internet gesteuertes Logistikkonzept. Für Jürgen Knoll, Vorstand der Congate AG, Mannheim, zeigt das Berliner Beispiel, dass Internetportale der Branche immense Möglichkeiten bieten. Indes sprachen die rund 100 Teilnehmer des Impulstags "Bauvisionen 2001" bei ROHRBACH ZEMENT neben den Chancen auch mögliche Risiken der neuen Technologie an.

Branchenvertreter und IT-Experten diskutierten auf dem Impulstag, veranstaltet von "Baudialog", das Thema "Internet und E-Commerce ... die Herausforderung für die Baubranche!". Heute stelle sich nicht mehr die Frage, ob sich Bauunternehmer, Baustoffhändler und Zulieferer auf virtuelle Geschäftsformen einlassen sollten, so Rainer Breinbauer, Projektleiter des Bauportals MyBau.com, München. Vielmehr gelte es nur noch, sich zwischen einem eigenen E-Business oder einer E-Allianz zu entscheiden. "Für den Zusammenschluss spricht, dass die Teilnehmer dann mehrere, intelligent miteinander verknüpfte Dienste nutzen können." So verspricht die MyBau AG zukünftig die Möglichkeit, auf ihrem Portal Ausschreibungen in eine Datenbank zu stellen, Preis- und Bieterspiegel zu generieren und vor allem in virtuellen Projekträumen alle am Bau Beteiligten mit einem Instrument zusammenzuführen: "für sämtliche Geschäftspartner zu jedem Zeitpunkt die richtigen Informationen." Digitalisierte Pläne lassen sich einsehen und kommentieren, alle Entscheidungen und sämtliche Schritte werden dokumentiert. So soll der Bauprozess optimiert werden, bleibt jedoch in seinem grundsätzlichen Ablauf bestehen. "Wir möchten vorhandene Strukturen digital abbilden und intelligenter machen", sagte Rainer Breinbauer.

Neue Aufträge durch Bauportale? Skeptische Töne angesichts solcher Zukunftsszenarien waren indes von einem prominenten Gast zu hören. Friedrich Nowottny, der ehemalige Intendant des Westdeutschen Rundfunks, wies auf eine gewisse Diskrepanz zwischen technologischem Schein und ökonomischem Sein hin, die er im Laufe der Zeit beobachtet hat. Jüngstes Beispiel sind die Dotcoms in der Krise. "Gestern noch auf stolzen Rossen, heute kaum noch der Rede wert." Sich der neuen Medien zu bedienen, sei noch kein Garant für unternehmerischen Erfolg. (Dass diese Skepsis mehr als berechtigt ist, zeigen die jüngsten Insolvenzen von Protagonisten dieser Branche - gemeint ist bspw. iScraper; siehe Unternehmens-News 4/2001!) Doch für Dr. Dieter Buss, Geschäftsführender Gesellschafter der BAUDIALOG GmbH, Frankfurt/Main, führt nur ein Weg aus der Flaute in der Branche. "Wir müssen im Bauen günstiger werden, damit sich Investitionen in Immobilien wieder lohnen." Bauportale trügen zu einer Optimierung der Prozesskosten bei. Jürgen Knoll, dessen Congate AG gerade mit MyBAU.com fusioniert wird, ist derselben Meinung: "Jetzt gilt es, sich markant von seinem Mitbewerber zu unterscheiden." - Bevor die Bilfinger + Berger Bauaktiengesellschaft die Congate AG gründete, hat Jürgen Knoll dort den Zentraleinkauf geleitet. In dieser Position hatte er den Äußerungen zufolge festgestellt, dass die Verkäufer über zu wenig Daten verfügen und Medienbrüche die Beschaffungsprozesse behindern würden. Inzwischen könnten die Mitarbeiter aber per Intranet auf der Baustelle über Materiallieferungen informiert werden. Außerdem seien vor- und nachgelagerte Schritte digital einzusehen - E-Construction nennt er die Baustellen-Variante des E-Business.

Wirklich eine sichere Sache? Wenn ein Portal jedoch für alle Marktteilnehmer offen ist, kann es dann den einzelnen Unternehmen überhaupt Datensicherheit garantieren? "Wir haben noch nicht einmal ein sicheres Homebanking", so Uwe Büchele, Technischer Leiter der Heber-Terramix GmbH & Co. KG. Die Datensicherheit sei für den Ruf eines Bauportal überlebensnotwendig, entgegnete Rainer Breinbauer. "Über die Technik verfügen wir. Sie ist im Markt platziert. Der Unsicherheitsfaktor ist in den meisten Fällen der Mensch." Jürgen Knoll: "Über unsere Datenbank sind auch ganz geschlossene Ausschreibungen möglich." Schon heute gebe es den informellen telefonischen Austausch über Ausschreibungen. Die Gefahr der Indiskretion habe also nichts mit der Technik zu tun. Ein weiterer Grund spreche für die Sicherheit des von MyBau und congate konzipierten Portals: Anteilseigner sind Bilfinger + Berger und die STRABAG-Gruppe, weitere Investoren werden hinzukommen. Keines der Unternehmen hätte sich auf das Projekt eingelassen, wenn es dem Mitbewerber Einblick in die eigenen Geschäfte gewähren würde."

Anmerkung dazu: Wenn Bilfinger + Berger sowie die STRABAG- Gruppe nach eigenem Bekunden "sich nicht auf das Projekt eingelassen hätten, wenn es dem Mitbewerber Einblick in die eigenen Geschäfte gewähren würde", dann wird man im Umkehrschluß auch nicht wirklich erwarten können, dass sich die MyBAU-Plattform zu viel mehr entwickeln wird, als einem geschlossenen Extranet dieser Partner- Firmen. Dieses Dilemma teilt sich die MyBAU AG natürlich mit allen anderen Internet-Marktplätzen, hinter denen ebenfalls große Bauunternehmen oder Projektentwickler stehen - also beispielsweise eAECglobal bzw. Hochtief oder baulogis bzw. Walter Bau. Jeder Projektverantwortliche, der nicht mit einer dieser Firmen verbandelt ist, muß doch das Gefühl haben, dass ihm die Konkurrenz jederzeit in der Karten gucken kann, wenn er ein Projekt über eine dieser Plattformen abwickelt.

Hintergrundinfo: Mitte 1996 entstand die Idee, eine Informationsplattform für Vertrieb und Marketing in der Baubranche bereitzustellen. Die Gesellschaft BAUDIALOG, Frankfurt/Main, widmet sich dieser Aufgabe mit branchenorientierten Tagungen, Veröffentlichungen und Studien. Zusammen mit ROHRBACH ZEMENT lud sie in diesem Frühjahr Experten aus der IT- und aus der Baubranche ins Dotternhausener Werkforum ein. Unter der Leitung des ehemaligen WDR-Intendanten Friedrich Nowottny diskutierten Rainer Breinbauer, MyBau.com AG, München, Jürgen Knoll, Bilfinger Berger / congate AG, Mannheim, und der Internetpublizist Tim Cole mit rund 100 Teilnehmern die Zukunftstrends Internet und E-Commerce.


 

 

 

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