
Hochtief zieht sich weiter von Holzmann zurück
Der Essener Baukonzern Hochtief hat seine Anteile
am Branchenprimus Philipp Holzmann nach mehrjährigen erfolglosen Bemühungen um eine
Aufstockung nunmehr verringert. Wie eine Konzernsprecherin am Mitte August berichtete, hat
Hochtief ein Aktienpaket von 5,06 Prozent an die Commerzbank verkauft und seine
Holzmann-Beteiligung damit auf 19,6 Prozent verringert. Hintergrund seien die anhaltenden
kartellrechtlichen Widerstände gegen einen stärkeren Einfluß des Branchenzweiten beim
größten deutschen Baukonzern. Die Klärung der kartellrechtlichen Fragen, die
mittlerweile beim Bundesgerichtshof anhängig ist und noch Jahre dauern dürfte, soll laut
Hochtief parallel weitergeführt werden. Sollte die Aufstockung doch noch genehmigt
werden, behalte sich Hochtief entsprechende Schritte vor. siehe auch:

Synagogen entstehen wieder - virtuell
In Darmstadt haben sich Architekturstudenten mit Förderung des Bildungsministeriums
aufgemacht, zahlreiche Synagogen, die im Dritten Reich zerstört wurden, in
CAD-Systemen
zu rekonstruieren - und zwar nach Originalbauplänen oder nach dem, was noch an
Information gerettet werden konnte. Erste Ergebnisse finden sich im Internet unter:
http://www.cad.architektur.th-darmstadt.de/.../start.html
kleiner Surf-Hinweise: Die sehr interessanten Seiten sind sehr grafiklastig und damit
etwas langsam im Aufbau.

Neues Sonderheft der Stiftung Warentest zum Thema
Schlüsselfertiges Bauen
/ 150 Traumhäuser im Vergleich
Das eigene Haus ist immer noch Wunschtraum Nummer eins vieler Bundesbürger. Aber nur
rund 40 Prozent der Deutschen sind schon stolze Eigenheimbesitzer. Trotz sinkender Preise
und eines historischen Tiefs bei den
Hypothekenzinsen bleibt die Anschaffung eines
Einfamilienhauses für die meisten Käufer immer noch eine schwierige Entscheidung. Das
Massivhaus von der Stange, einheitlich geplant, individuell ergänzt und schlüsselfertig
gebaut, ist für viele ein gangbarer Weg vom Traumhaus zum eigenen Heim.
Die Stiftung Warentest
hat in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände e.V. (AgV) den
unübersichtlichen Markt der Hausanbieter untersucht und stellt in dem neuen Sonderheft
"test spezial Eigenheime" 150 schlüsselfertige Angebote mit Bild, Grundriß,
den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen und dem Preis vor. Darüber hinaus wurde die
Vertragsgestaltung unter die Lupe genommen, bei der sich zahlreiche Fallstricke und
unzulässige Klauseln fanden.
Das Sonderheft bietet weiterhin nützliche Informationen über
Baumaterial,
Haustechnik
und gibt Hinweis worauf der Verbraucher in der Bauphase besonders achten muß.
Das "test spezial Eigenheime" ist für 14,80 Mark im Handel erhältlich oder
kann bestellt werden bei Stiftung Warentest, Vertrieb, Postfach 81 06 60, 70523 Stuttgart,
Tel.: 0180-232 13 13 (pro Anruf 12 Pfennig).

High-Tech-Architekt Rogers wird 65
Der britische Architekt Sir Richard George Rogers,
einer der renommiertesten zeitgenössischen Architekten und Mitbegründer des High-Tech-Stils,
der die technischen Aspekte des Bauwerkes als ästhetisch betont und die Innereien
eines Gebäudes gerne nach außen stülpt, wird 65.
Rogers wurde am 23. Juli 1933 in Florenz als Halb-Italiener geboren. Er studierte an der
Architectural Association School in London und an der Yale University. Von 1963 bis 1968
gehörte er zu dem Architekturbüro Team 4, und zusammen mit Renzo
Piano gewann Rogers 1971 die Ausschreibung für das Centre Georges Pompidou in Paris, weil
sie mit traditionellen Architekturformen brachen: das Gebäude sollte offen sein und sich
wie ein Baukastensystem verändern lassen, mit heb- und senkbaren Etagen sowie
verschiebbaren Wänden. Der Tempel mit seinen typischen Außenrohren ist heute eine
wichtige Sehenswürdigkeit in Paris. Bei seiner Eröffnung 1977 beschimpften Kritiker ihn
noch als "Gymnastikhalle für King Kong".
Die Philosophie flexibler Bauten, die sich der Kommunikation des Menschen als
"People's Places" dienstbar machen und veränderbar sind, ist wiederkehrendes
Thema bei Rogers. Diese Rationalität bestimmte auch die Pläne für das futuristische
"New Age"-Gebäude mit Atrium für das
Versicherungsunternehmen Lloyds, das 600
Millionen Mark kostete und 1986 fertiggestellt war. Trotz Rogers' guter Absichten mögen
es nur wenige, fühlen sich doch die meisten darin wie in einem mehrstöckigen Parkhaus.
Übrigens: Da Rohre am "Lloyd's of London" rosteten, müssen etwa zwölf
Millionen Pfund für Reparaturen gezahlt werden - und Rogers begleicht einen Teil der
Rechnung.
In den letzten Jahren verfeinerte Rogers, der am Anfang seiner Karriere
kurzfristig ein Büro mit seinem ebenso berühmten Kollegen Norman Foster betrieb, seine
visuell komplexen Entwürfe. Es entstanden Gerichtsgebäude im französischen Bordeaux, wo
Rogers Strukturteile in großen Hülsen einkapselte und sie so verbarg. Er entwarf den
geschwungenen, doppelköpfigen Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in
Straßburg. Das Haus mit mehreren zehntausend Quadratmetern schmiegt sich an die Krümmung
eines Flußlaufs, denn für Rogers waren stets auch ökologische Gesichtspunkte bedeutend.
Daneben erweiterte er den Flughafen von Marseille und schuf Bürogebäude in Deutschland (vor allem Berlin) und Japan. 1991
wurde er in den Adelsstand erhoben.
Rogers beteiligte sich auch an Stadtplanungen großen Maßstabes wie einem vier
Quadratkilometer umfassenden Geschäftsviertel im chinesischen Schanghai. Der Architekt
und Visionär mit der Vorstellung einer Gesellschaft voll nützlicher und erfüllter
Bürger hilft, heruntergekommene Siedlungen wieder attraktiv zu machen und ist Kopf einer
Spezial-Einheit der britischen Regierung für Stadtplanung im 21. Jahrhundert.
Seine Firma, die "Richard Rogers Partnership", steckt auch hinter einem
Prestige-Projekt der britischen Labour-Regierung, einem gigantischen und umstrittenen
Milliardenbauwerk zur Feier der Jahrtausendwende. In Londons Greenwich am Rande der
Docklands entsteht der "Millennium Dome" mit einer Kuppel, unter der zwei
Sportstadien Platz hätten.
Richard Rogers im INTERNET: http://www.richardrogers.co.uk/

Volksfürsorge-Baufinanzierung im
Internet
Ab sofort bietet die Volksfürsorge eine Baufinanzierungsberatung auch über das
Internet an. Anhand des Einkommens und der vorhandenen Eigenmittel wird zunächst
berechnet, wie teuer eine Immobilie sein kann. Dem schließt sich eine vollständige
Finanzierungsberechnung an. Sie besteht aus der Zusammenstellung der Kosten sowie einem
vollständigen Finanzierungsplan (Zinsen und Tilgung). Für die
Tilgungs-Lebensversicherungsumme und Beitrag genannt. Die
Liquiditätsübersicht (Einkommen abzüglich Belastungen) rundet das Programm ab.
Mit diesem Internet-Programm kann der Bauinteressent in Ruhe seine Wunschfinanzierung
"durchspielen". Sie ersetzt keine persönliche Beratung, die gerade bei einer
langfristigen Immobilienfinanzierung unbedingt erforderlich ist, bietet aber eine Reihe
von wesentlichen Ansatzpunkten. Das Volksfürsorge Baufinanzierungsprogramm kann über http://www.volksfuersorge.de
abgerufen werden. |