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gesehen, gehört und für interessant befunden:
INTERNET (Bauportale, ASP, ...) 07/2001
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siehe auch GLOSSAR.de - z.B.:
Internet, E-Commerce

außerdem:
"Bauportale" und
"Plattformen" bei
BAULINKS.de

 

  

Übersicht:

MYBAU geht mit neuer Ausschreibungsdatenbank online und startet das ASP- Angebot

Bundesamt und bautreff GmbH ermöglichen den kostenfreien Abruf von Ausschreibungsunterlagen: Success-Stories

b2build ist am Ende: Unternehmens-News

Ex-Citadon-Deutschland-Manager nun bei der conject AG

Conetics entwickelt Projektmanagement-Lösungen für die Bau- und Immobilienwirtschaft

Interview mit Michael Wagmann, Gründer und Vorstandsmitglied der Conetics AG
 

Querverweis! Nachrichten des Vormonats: Internet-News 6/2001

Querverweis! Nachrichten des Folgemonats: Internet-News 8/2001
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nähere Infos:
MYBAU AG

 

  
MYBAU geht mit neuer Ausschreibungsdatenbank online und startet das ASP-Angebot

(24.7.2001) Die MYBAU AG geht in diesen Tagen mit ihren ASP- Lösungen online - "endlich!" könnte meinen, denn die Verantwortlichen des im Mai 2000 gegründeten Unternehmens, das im Januar 2001 mit der congate AG fusionierte (siehe Unternehmens-News 1/2001), haben potentielle Anwender in den letzten Monaten doch ziemlich auf die Folter gespannt. Das Warten soll nun aber ein Ende haben, und Thomas Deutschmann, Vorstand bei MYBAU, weist stolz darauf hin, dass MYBAU "mit seiner Ausschreibungsdatenbank ein auf dem Markt einzigartiges Angebot entwickelt habe." Er führt weiter aus: "Wir ermöglichen damit den Online- Zugriff auf Software- Programme, die die Internet- Ausschreibung noch effizienter gestalten." So lassen sich - den Angaben nach - Ausschreibungsunterlagen über die angebotene AVA- Software erstellen und auswerten. Diese sei direkt mit der Ausschreibungsdatenbank verknüpft. Für die Bepreisung der Angebote stellt die MYBAU zudem Software zur Verfügung, deren Benutzung kostenlos ist. Ein Online- Kalkulationsprogramm für Ausschreiber soll die Lösung abrunden.

Für den Ausschreiber liege die Kosten- und Zeitersparnis nach Ansicht von MYBAU auf der Hand: Er könne wesentlich mehr Bieter erreichen und erhöhe damit seine Chance auf ein besonders günstiges Angebot. Bei beschränkten Ausschreibungen helfe ihm zudem für die gezielte Recherche nach Bieterfirmen der Zugriff auf eine Firmendatenbanken.

Auch für den Bieter wird diese Vorgehensweise vorteilhaft eingeschätzt: Er soll schnell und einfach nach den relevanten Ausschreibungen suchen können. Suchkriterien sind Gewerk, Ort, und Zeit. Personalisierte Profile ermöglichen ihm die automatisierte Suche. Die angehängten Dateien lassen sich entweder auf den Rechner laden und weiterbearbeiten oder direkt sichten und bei Bedarf ausdrucken.

Die Angebotsabgabe läuft ebenfalls über die Ausschreibungsdatenbank. Mit Hilfe spezieller Verfahren soll zudem sichergestellt werden, dass der Ausschreiber die Angebote erst nach dem Submissionstermin öffnen und aus der Datenbank auf den eigenen Rechner herunterladen kann. Von dort aus lassen sie sich direkt in ein AVA- System einspielen, um die Daten zu prüfen und den Preisspiegel zu erstellen. Die händische Eingabe entfällt damit völlig.

Wer sich regelmäßig über die neuesten Ausschreibungen informieren möchte, kann auf der MYBAU- Plattform täglich rund 500 neue öffentliche und private Ankündigungstexte einsehen, die aus rund 400 Tageszeitungen und Amtsblättern aktuell zusammengestellt werden. Für diesen Service werden monatlich 50 EURO berechnet. Gegen eine Gebühr von 30 EURO können Unternehmen bei der MYBAU pro Monat 5 Ausschreibungen herunterladen. Jeder weitere Download kostet weitere 5 EURO.

Gleichzeitig startet die MYBAU ihr ASP-Angebot, welches vom Unternehmen auch als "Mietsoftware" bezeichnet wird. (Bei MYBAU geht es aber weniger um klassische Software, die anstatt zu kaufen oder zu leasen gemietet werden könnte, sondern um Online- Lösungen - eben ASP!) Interessierten Architekten, Bauingenieuren und Bauunternehmen steht derzeit die AVA- Software Allright FT der Nemetschek AG, Statik und Tragwerksplanung aus der Programmreihe der Friedrich & Lochner GmbH sowie die SiGe Software Allright Safety der Ing. Auer Bausoftware GmbH zur Verfügung. In wenigen Wochen soll das Angebot um Software für Bauphysik und Energietechnik der Firma ECOTECH Software Deutschland GmbH erweitert werden. In Kooperation mit ECOTECH hat MYBAU zur kostenlosen Verwendung bereits ein Online- Tool zur U-Wert Berechnung von Bauteilen - den ECOTECH Bauteilrechner - inkl. Baustoffkatalog ins Netz gestellt.

Kommentar: MYBAU ist nun wirklich nicht das erste Unternehmen, welches sich von einer Online- Ausschreibungs- Lösung etwas verspricht. Also muß in diesem Geschäftsmodell ja Substanz stecken. Allerdings erschließt sich mir diese (noch) nicht, und sie konnte mir bislang auch noch nicht von einem der Protagonisten plausibel erklärt werden: Warum sollte nämlich ein Architekt nun online Ausschreibungen erstellen, wenn er das Ausschreiben bereits am heimischen PC, auf der eigenen Festplatte, mit dem Zugriff auf eigene Texte aus alten Ausschreibungen, in Kombination mit erprobten Massenermittlungs- Werkzeugen und eigener Backup-Sicherung (!) beherrscht - und zwar unabhängig von stotternden Internet- Verbindungen, schleppend arbeitenden Web- Servern sowie dem Wohl und Wehe des ausgewählten Dienstleisters? Auch dass Bieter Ausschreibungen elektronisch bearbeiten können, so daß die händische Eingabe beim Architekten entfällt, ist so neu nicht. Gleiches gilt im Übrigen für das Recherchieren von Bieter- Adressen bzw. Ausschreibungen, denn an Ausschreibungs- Anzeigern herrscht im Internet wahrlich kein Mangel - siehe z.B. "Ausschreibungs-Anzeiger" bei BAULINKS.de. Man kann also gespannt sein, wohin diese Entwicklung führt.

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Ex-Citadon-Deutschland-Manager nun bei der conject AG

(8.7.2001) "München ist ein Dorf", "In der AEC- und Web-Branche geht niemand verloren", "Wer 'was kann, kommt immer unter" - diese Klischees wurden gerade mal wieder eindrucksvoll bestätigt: Nach Stationen u.a. bei der acadGraph CADstudio GmbH, einem Unternehmen der Nemetschek-Gruppe, und Citadon Germany sind Michael Kügeler und Hans-Jürgen Karger nun bei der conject AG gelandet. Beide sind ab sofort im Vertrieb von conject tätig, der von Martin Reents, CEO, geleitet wird.

Anmerkung: Dass Michael Kügeler, zuletzt Account-Manager bei der Citadon Germany GmbH, und Herr Karger, zuletzt Geschäftsführer der Citadon Germany GmbH, nun die conject AG verstärken, könnte im Umkehrschluß auch etwas Licht in die Gerüchteküche rund um Citadon bringen: Während nämlich auf der Web-Site von Citadon immer noch ein deutsches Büro erwähnt wird (Hansastrasse 40, 80686 München - was der Adresse von Obermeyer Planen + Beraten entspricht: www.opb.de/products/it), besagen mehr als nur Gerüchte, dass sich Citadon aus Europa zurückziehen müsse. Die Geldgeber von Citadon sollen demnach dem Unternehmen, welches in San Francisco beheimatet ist, nur noch unter der Bedingung Geld in zweistelliger Millionenhöhe zugesagt haben, wenn es sich auf den nordamerikanischen Markt zurückzöge. Kügelers und Kargers Ausscheiden bei Citadon Deutschland scheinen die Gerüchte zu bestätigen. Darauf angesprochen verhalten sich beide Herren gegenüber ihrem alten Arbeitgeber allerdings zurückhaltend fair.

Querverweis: "iScraper insolvent" (Unternehmens-News 4/2001)

 
zur Erinnerung:

Citadon ist/war ebenfalls ein Anbieter von IBPM-Lösungen
 
nähere Infos:
conject AG,
kuegeler.com,
Citadon
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nähere Infos:

Conetics AG

CEMA AG, Colt
Telecom GmbH
,
Baudia GmbH,
Citrix Systems Inc.

 

  

Conetics entwickelt Projektmanagement-Lösungen für die Bau- und Immobilienwirtschaft

(7.7.2001) Bauunternehmen, die bereit sind, eine Brücke zwischen traditionellen Arbeitsmethoden und dem Einsatz moderner Informationstechnologie zu schlagen, sollen optimistisch in die Zukunft blicken können: Durch den gezielten Einsatz von internetbasierten Technologien wird die gesamte Wertschöpfungskette des Bauprozesses effizienter strukturiert. Dazu hat auch die Conetics AG aus Köln einen "virtuellen Projektraum" entwickelt, der Arbeitsprozesse zusammenführen und effizienter gestalten will (siehe auch IBPM).

Die Vielfalt der verschiedenen Rechner- und Anwendungssysteme im Bauwesen erschwert vielmals den elektronischen Datenaustausch. Auf Basis der Thin-Client- Technologie von Citrix Systems bietet Conetics eine Lösung, die aufwändiges und kostenintensives Anpassen verschiedener Applikationen entfallen läßt (siehe auch ASP). Die Geschwindigkeit des Systems soll im Gegensatz zu herkömmlichen Internet- Anwendungen mit der eines lokalen Rechners vergleichbar sein, wodurch Wartezeiten innerhalb der Abwicklung einzelner Projektabschnitte wegfallen.

Prozessoptimierung setzt aber nicht nur einen organisierten Dokumentenaustausch, sondern auch eine übersichtliche Verwaltung aller Daten voraus. Mittels klassischer Dokumentenablagesysteme lassen sich Projektansichten lediglich hierarchisch darstellen, wie zum Beispiel im Explorer von Microsoft- Windows. Conetics hingegen bietet seinen Kunden ein mehrdimensionales Ablagesystem. Mit Hilfe von sogenannten Merkmalsbäumen lassen sich sämtliche Dokumente, ob Pläne, Protokolle, Prüfberichte, Budgetübersichten oder Bilder leichter strukturieren. Das hat den Vorteil, dass sämtliche Informationen durchgängig, gezielt und schnell abrufbar sind. Alle Projektbeteiligten sollen von diesem Ablagesystem profitieren, welches das Einstellen und Abrufen von Dokumenten im Projektraum, verbunden mit der Benachrichtigung aller Teilnehmer, weitgehend automatisiert. Der einzelne Anwender erkennt mit einem Blick, ob ein neues Dokument bzw. ein neuer Index eingestellt, ein Dokument von einem Projektbeteiligten noch nicht zur Kenntnis genommen oder in einem Dokument eine Bemerkung hinzugefügt wurde. Mit einem Online- Viewer kann der Nutzer über 200 verschiedene Dateiformate (CAD- Zeichnungen, Office Dokumente etc.) im System betrachten, Kommentare hinzufügen und Pläne sogar miteinander vergleichen.

Zugriff auf das Portfolio von Conetics erhalten Kunden durch das Mieten des im Internet bereitgestellten Projektraums für die jeweilige Dauer eines Projektes. Die Projektbeteiligten benötigen lediglich einen Internet- Anschluss. Diese Art des Projektmanagements ermöglicht es auch kleineren Betrieben, an der Ausführung größerer Projekte mitzuwirken, da für sie kostspielige IT-  Investitionen nicht notwendig sind.

Von erheblichem Wert sind Conetics zufolge die Kooperationen mit der Planpool GmbH, dem Netzwerkspezialist CEMA AG und dem Internet Solution Center der Colt Telecom GmbH. Mittels dieser Partnerschaften werden die entsprechenden Programmierkapazitäten, die Infrastruktur, die Internetanbindung und das notwendige Support- Know- how zur Verfügung gestellt. Die Kooperationen ermöglichten es Conetics, den internetbasierten Projektraum ohne hohe Anlaufinvestitionen zu entwickeln sowie in kurzer Zeit Beratungs- und Service- Know- how aufzubauen. Des weiteren ist Conetics durch diese Kooperationen heute in der Lage, den Markt mit einem überschaubaren Team anzugehen. Das Unternehmen will dank der günstigen Kostenstruktur den Break- even voraussichtlich schon Ende 2001 erreichen.

Das Thema Sicherheit spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Firewalls, Antiviren- Software sowie SSL- verschlüsselte Datenübertragung sind fester Bestandteil der System- Infrastruktur. Der Zugang zu den separaten Projektbereichen erfolgt bei Conetics durch einen individuellen Benutzernamen und ein Passwort, das den Kunden von ihren Projektadministratoren mitgeteilt wird. So wird Unberechtigten das Abrufen von den im Projektraum hinterlegten Dokumenten verwehrt. Darüber hinaus wird das Abrufen von Informationen durch spezifische Zugriffsrechte gesteuert. Der Projektleiter entscheidet, wem zu welchen Systembereichen Zugang ermöglicht wird. Alle Systeme sind redundant ausgelegt und werden zusätzlich durch Backups gesichert. Fällt eines aus, wird dessen Arbeit automatisch von einem anderen System übernommen, das heißt, für die User entstehen keine Verluste und Ausfallzeiten.

Der in der Branche allgemein herrschenden Skepsis gegenüber E-Business will Conetics selbstbewusst entgegentreten: "E-Business ist nach wie vor ein topaktuelles Thema. Viele Internet- Unternehmen haben den Blick dafür verloren, was der Markt wirklich braucht. Bei der Gründung von Conetics standen ganz klar die Bedürfnisse unserer Kunden im Vordergrund. Unser Ziel war es, einen Projektraum zu schaffen, der konsequent auf Schnelligkeit und Praxistauglichkeit setzt", umschreibt Michael Wagmann, Gründer von Conetics, die Geschäftsidee.

Dank erster renommierter Kunden wie der Kölner Bauwens GmbH & Co. KG, Systemanbieter für Bauprojekte, der Corpus Projektentwicklung Wohnen oder der VR- Bauregie konnte sich Conetics in den letzten Monaten erfolgreich auf dem Markt positionieren. Derzeit werden Bauvorhaben, wie zum Beispiel das BMW Formstudio in München oder das ECE Bürogebäude IV in Hamburg durch Bauwens über den Projektraum betreut (siehe auch Success-Stories 6/2001: "Bauprojektteam nutzt zur Auftragsabwicklung übers Internet das Angebot der Conetics AG.")

Zahlen und Fakten: Eigenen Angaben zufolge, wurde die Conetics AG im Juli 2000 gegründet. Firmensitz ist Kön. Abgesehen von den Kooperationspartnern wie Planpool, CEMA, Colt und Baudia befassen sich bei Conetics 7 Personen mit der technischen (Weiter-) Entwicklung der Plattform, der Unternehmensführung sowie der Betreuung von derzeit 12 Projekten (Stand Juni 2001). Das abgewickelte Projektvolumen wird mit größer 200 Mio. DM angegeben.

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nähere Infos:

Conetics AG

 

  

Interview mit Michael Wagmann, Gründer und Vorstandsmitglied der Conetics AG

(7.7.2001) Thema des Interviews: die Gründung des Unternehmens und die neuen Chancen für die Immobilien- und Bauwirtschaft.

Herr Wagmann, die aktuelle Lage auf dem IT- Markt hat sich enorm zugespitzt. Überall ließt man, dass Internet- Firmen mit dem Rücken zur Wand stehen. Was hat Sie dennoch veranlasst, Conetics zu gründen?

Michael Wagmann: Das grundsätzliche Problem vieler Internet- Firmen bestand in der Vergangenheit vor allem darin, dass es einen solchen Markt noch nie zuvor gegeben hat. Daher war auch bisher noch nicht absehbar, wie er sich entwickelt. Viele Fehler wurden aufgrund mangelnder Erfahrungswerte gemacht. Momentan trennt sich jedoch die Spreu vom Weizen: Wir stehen am Anfang der zweiten Internetwelle. Hier geht es insbesondere um die Ausrichtung der Old Economy aufs Internet. Folglich haben wir mit der Gründung von Conetics den passenden Zeitpunkt erwischt und den richtigen Weg eingeschlagen, den Weg hin zur "One Economy".

Worum handelt es sich inhaltlich bei Conetics?

Mit unserer Dienstleistung decken wir wichtige Bereiche des Projektmanagements in der Immobilien- und vor allem in der Baubranche ab. Durch die Bereitstellung eines virtuellen Projektraums im Internet wollen wir die Wertschöpfungskette des Bauprozesses effizienter strukturieren. Wir vernetzen alle am Bauprojekt Beteiligten unternehmensübergreifend. Besonders in der Bauindustrie herrscht ein enorm großer Abstimmungsbedarf zwischen den einzelnen Akteuren. Aufgrund räumlicher Distanzen, zeitlicher Engpässe und mangelnder Kommunikation werden Unternehmen diesem oft nicht gerecht. Koordinationsprobleme bzw. nicht stattfindende Kommunikation der einzelnen Akteure untereinander gehören zum Alltag der Branche. Daher kann vor allem die Bauindustrie von der Flexibilität des Internets profitieren.

Wofür steht der Name Conetics?

Conetics ist ein aus vier Begriffen zusammengesetzter Name: Collaboration, Construction, Internet und Independent Client System. Jeder einzelne Begriff ist Bestandteil unserer Dienstleistung: Collaboration steht für die verbesserte Zusammenarbeit aller Baubeteiligten durch den virtuellen Projektraum. Construction meint die im Hinblick auf die Bedürfnisse der Bauindustrie entwickelte Lösung. Das Internet stellt die Basis für die Bereitstellung unseres Projektraums dar. Zusätzlich heben wir uns durch das Independent Client System deutlich von unseren Mitbewerbern ab. Denn hierdurch wird es jedem Unternehmen ermöglicht, unabhängig von der genutzten Rechnerplattform, unser Angebot anzuwenden.

Welchen Benutzerkreis möchten Sie primär mit Ihrem Angebot ansprechen?

Generell bieten wir den virtuellen Projektraum für alle am Bau Beteiligten, ob Bauherren, Investoren, Projektentwickler, Projektsteuerer, Bauunternehmer oder Architekten. Jedoch stellen wir immer mehr fest, dass unsere primären Ansprechpartner Bauherren, Investoren, Projektentwickler und Projektsteuerer sind. Denn sie sind als finanzielle Hintermänner im Baugewerbe am ehesten effizienten und gesamtheitlichen Lösungen aufgeschlossen.

Um wieviel Prozent lassen sich durch die Nutzung des Projektraums Kosten für den Bauherren senken?

Eine genaue Prozentzahl lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen. Wir können jedoch sicher sagen, dass sich Aufwendungen primär im Verwaltungs- und Personalbereich einsparen lassen. Daneben bieten wir eine hohe Zeitersparnis und erhöhen nachhaltig die Qualität der Projekte. Durch den Einsatz des Projektraums werden die Projektteilnehmer besonders in der Planungsphase unterstützt. Es entsteht von Beginn an ein zielgerichteter Informationsfluss.

Wie sieht Ihre Wettbewerbssituation aus?

Sicherlich drängen momentan einige Unternehmen mit ähnlichen Konzepten auf den Markt. Kaum ein Industriezweig ist derzeit so stark in Bewegung wie die IT- Branche. Es ergibt sich zwangsläufig ein Konsolidierungsprozess. Von den bestehenden Projektmanagement- Lösungen werden sich nur die durchsetzen können, die die Zeichen der Zeit erkannt haben. Unsere Dienstleistung zeichnet sich konsequent durch Schnelligkeit und Praxistauglichkeit aus. Einen vergleichbaren Projektraum gibt es derzeit noch nicht. Aufgrund langjähriger Erfahrung im Baugewerbe wissen wir um die Problematik der Branche und können so unseren Kunden ein Konzept präsentieren, das auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Stellt die Strukturkrise in der Bauindustrie für die Arbeit von Conetics Risiken dar?

Selbstverständlich müssen auch wir uns auf die derzeitige Situation in der Bauindustrie einstellen - aber es ist doch so: Vor allem in schlechten Zeiten sucht man nach Lösungen, die Geld einsparen. Durch das gezielt eingesetzte Dokumenten- Management werden Abläufe beschleunigt, wodurch Kosten stark reduziert werden. Unternehmen sind in Zukunft auf eine Anbindung an den neusten IT- Standard angewiesen, um auf dem Markt überhaupt noch weiter bestehen zu können. Gerade hier bieten wir eine Lösung: Durch die Bereitstellung der Plattform entfallen Investitionen in aufwändige Software, die User zahlen lediglich einen projektbezogenen Mietpreis. Sicherlich investieren die Unternehmen nur schrittweise in E-Business, aber etwas anderes verlangen wir ja auch nicht. Läuft das Geschäft im Allgemeinen gut, können wir davon profitieren. Läuft es dagegen schlecht, bieten wir eine Lösung, es effizienter zu gestalten.

Herr Wagmann, wir bedanken uns für das Gespräch.

Hinweis: Das Interview wurde von public affairs o PR Agentur GmbH durchgeführt. Darum fehlt uns z.B. die kritische Nachfrage, inwiefern es derzeit keinen "vergleichbaren Projektraum geben würde"; immerhin tummeln sich bereits einige vergleichbare Anbieter auf dem Markt - siehe "Businsess-Plattformen" bei BAULINKS.de.
Wir haben das Interview aber trotzdem berücksichtigt, weil es einige Interessante Aspekte der Denkweise von Conetics wiedergibt - die sich im Übrigen vielmals auch auf andere Anbieter übertragen lassen.


 

 

 

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